GRWU - EINE RECAPRUNDE
Let’s Chat: Get Real With Us!
Zwei CommunityTalks, offene Runden für junge Schwarzen Frauen & Männer,
haben in den letzten Monaten (November 2023 und Mai 2024) stattgefunden.
Bei den Events haben wir Black Love auf mehreren Ebenen betrachtet.
In der Recaprunde reflektieren wir über die CommunityTalks:
Was blieb unausgesprochen? Was haben wir mitnehmen können?
Was haben wir über uns gelernt? Dinge, die wir ungern hören möchten, aber sollten?
Hier findest du einen Einblick in den Verlauf und die Diskussion unseres Abends.
“[..] Ich hab halt das Gefühl gehabt, ich konnte die nichts fragen, weil keine richtige Antwort kam. Die Jungs juckt es halt nicht so wie uns. Ich hab einen Kumpel mitgebracht, aber den hätte ich ehrlich gesagt zuhause lassen können [..]”, eine Sista.
“[..] Man hat einfach gemerkt, dass wir auf einem anderen Wissensstand sind als die Jungs [..]”, eine Sista.
“[..] Ich bin offen zum Talk gegangen, hatte nicht wirklich Erwartungen. I really wanted an answer “warum Daten Black men so überwiegend außerhalb der Community?”. Und das ist halt offen geblieben [..]”, eine Sista.
Anders als bei den gewöhnlichen Seedrunden, die empowernd auf die Sistas wirken,
haben bei den CommunityTalks einige Girls “unsettled” den Raum verlassen.
Beide Male wurde über 2 1/2 Stunden lang gesprochen, überwiegend von den Frauen und erst spät wurden die Jungs warm.
Insgesamt wurden einige Fragen nicht so konkret beantwortet.
Zwei Talks und der gesprächsbedarf ist weiterhin vorhanden.
Natürlich sind wir Mädels in uns gegangen, um zu schauen, inwieweit wir dazu beigetragen haben,
dass die Jungs sich so wenig geäußert haben.
“[..] Perspektivisches Reden hat mir gefehlt. Es wurde von den Sistas mehr gesprochen, um Dinge loszuwerden, als um ein Dialog zu führen [..]”, eine Sista.
“[..] Was ich aus den Talks mitnehme ist, dass wir lernen müssen verständnisvoll zu kommunizieren. Man sollte nicht so krass reaktiv sein. Black Sistas müssen auch ein Verständnis dafür bekommen wie Black men sozialisiert sind [..]”, eine Sista.
“[..] Was ganz wichtig ist, ist Respekt. Und was ich gemerkt habe, ist das dieser in Konversationen oftmals nicht gegeben ist. Die Sistas müssen verstehen: Da hat sich jemand geöffnet. Und das ist ein Schritt und sollte respektiert werden. Da sollten nicht unterbrochen, gelacht oder sonst was werden [..]”, eine Sista.
In manchen Momenten wirkten wir überwiegend konfrontativ als dialogsuchend, filterte sich aus der Recaprunde heraus.
“[..] Und klar es gab Kommentare, die problematisch waren, die wir nicht so gerne hören wollten. Aber die sind wichtig. Da muss man ansetzen. Es ist wichtig zu wissen, dass Leute so denken. Diese schwierigen Sachen muss man angehen. Das war gut zu hören [..]”, eine Sista.
“[..] Klar, wir alle möchten eine gute Zeit haben. Aber das Event war nicht nur ein Space für Enjoyment. Wir hatten den Anspruch, dass es Realness gibt und dass Dinge angesprochen werden, die sonst nicht gesagt werden. Und der Talk hat gezeigt: Viele von uns allen können sich Sachen nicht eingestehen [..]”, eine Sista.
Es ging auch, um den Labour, den wir als Frauen auf uns nehmen, um das Zusammenkommen beider Parteien zu gewährleisten. Gemischte Meinungen trafen hier aufeinander. Aber klar ist: irgendwo müssen wir Grenzen setzen.
Wo diese liegt ist individuell zu entscheiden.
“[..] Ich muss ehrlich sagen, dass ich mich mit all dem Effort, den wir geben, um die Männer einzubeziehen Frage: Wie viel müssen wir machen, damit man klar sprechen kann? At what cost should I hold onto “Black love”? [..]”, eine Sista.
“[..] Ja, natürlich wollen wir, dass wir und die Männer heilen. Aber wir sind nicht deren Therapeutinnen. Das müssen wir uns auch vor Augen halten. Der Space war ja da um Dialog zu schaffen und von einander zu lernen [..]”, eine Sista.
“[..] I go where I am loved [..]”, eine Sista.
“[..] Normalerweise bei SistaTalks gehe ich immer so empowert und klar raus. Und bei dem CommunityTalk haben mir die Lösungen gefehlt. Es gab sehr viel Erfahrungsberichte, aber wie machen wir jetzt weiter? [..]”, eine Sista.
Viele Emotionen, Selbstreflektion und Gedanken zum Gespräch und Output..
Natürlich können wir nicht erwarten mit zwei dreistündigen CommunityTalks, die ganze Hamburger Datingszene umzukrempeln. “Black Love“ und alle Beteiligten haben mit den kolonialen Geschichtsstörungen einiges erlitten und es wird demnach ein Prozess sein, dies aufzuarbeiten.
Wir hoffen, dass sich mit dem BrothaTalk die offene und ehrliche Annäherung an das Themas erleichtert.
Das Thema benötigt auf jeden Fall noch mehr beidseitiges Gespräch.
To be continued...